
Einzelpersonen
Beratung & Begleitung bei Konflikten und Gewalt
Konflikte und Eskalationen gehören zum Leben. Sie entstehen dort, wo unterschiedliche Bedürfnisse, Erwartungen und Grenzen aufeinandertreffen. Auseinandersetzung, Reibung und klare Positionen sind notwendig, damit Konflikte bearbeitet und gelöst werden können.
Problematisch wird es dort, wo Eskalationen festfahren und nicht mehr konstruktiv bearbeitet werden können. In solchen Situationen verlieren alle Beteiligten zunehmend an Handlungsspielraum, Beziehungen leiden, Vertrauen geht verloren. Erst wenn Eskalationen zu schädigenden Grenzüberschreitungen führen, kann es zu verletzendem oder gewalttätigem Verhalten kommen.
Ich begleite Einzelpersonen, die sich in solchen festgefahrenen Konflikt- und Eskalationsdynamiken befinden und ihr Verhalten verändern möchten – mit dem Ziel, Gewalt zu beenden und Beziehung wieder möglich zu machen.
Ich arbeite respektvoll und offen mit Menschen unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung oder Lebensform.
Wenn Konflikte festfahren
Vielleicht erleben Sie wiederkehrende Konflikte mit Ihrer Partnerin, Ihrem Partner, Ihren Kindern oder anderen nahestehenden Personen. Vielleicht reagieren Sie in angespannten Situationen mit Wut, Eifersucht, Rückzug oder zunehmendem Kontrollverhalten – etwa durch Überwachung, Vorwürfe, Druck oder das Bedürfnis, Situationen und Menschen zu kontrollieren.
Möglicherweise wurden Grenzen überschritten – verbal, emotional oder körperlich – oder Sie haben in einer eskalierenden Situation zurückgeschlagen.
Viele Menschen erkennen ihr eigenes Verhalten zunächst nicht als Gewalt. Auch für das Umfeld bleibt dies oft lange unentdeckt und unbenannt. Gleichzeitig wächst innerlich der Druck: Schuldgefühle, Scham, Zweifel an sich selbst und das Gefühl, mit der Situation allein zu sein.
Häufig befinden sich Betroffene in einer Lose–Lose-Situation: Niemand gewinnt, alle verlieren. Beziehungen sind belastet, Konflikte verhärten sich, Eskalationen wiederholen sich – ohne dass eine Lösung greifbar scheint.
Gewalt verläuft häufig in wiederkehrenden Mustern.
Wer verstehen möchte, wie Eskalationen, Ohnmacht und Schuld sich gegenseitig verstärken, findet hier eine schematische Darstellung des Gewaltkreislaufs.
→ PDF: Der Gewaltkreislauf
Trennung, Abschied und Übergang
Manchmal führt der Prozess nicht zu einer Fortsetzung der Beziehung, sondern zu einer Trennung. Gerade diese Phase ist besonders heikel und konfliktanfällig. Häufig kommt es zu Abbrüchen statt zu einem bewussten Abschliessen.
Ein Abschied, der ohne Schuldzuweisungen auskommt und Verantwortung wahrt, ist kein einzelner Moment, sondern ein Übergang, der Zeit braucht. In der Begleitung kann dieser Übergang gestaltet werden, sodass Eskalationen reduziert und weitere Verletzungen vermieden werden – insbesondere dann, wenn Kinder mitbetroffen sind.
Eskalation verstehen – Gewalt verhindern
Eskalation ist nicht gleich Gewalt. Konflikte brauchen Auseinandersetzung, um lösbar zu bleiben. Gewalt entsteht dort, wo Eskalationen nicht mehr verstanden, reguliert oder bearbeitet werden können und stattdessen Macht, Kontrolle, Drohung oder Verletzung die Beziehung bestimmen.
Viele Menschen, die zu mir kommen, befinden sich in einer solchen Lose-Lose-Situation. Ziel der Begleitung ist es, Eskalationen wieder verstehbar und bearbeitbar zu machen – bevor sie in Gewalt, Rückzug oder vollständigen Beziehungsabbruch münden.
Haltung und Arbeitsweise
In der Begleitung steht die Beziehung im Mittelpunkt – zu anderen und zu sich selbst. Gewalt zerstört früher oder später jede Beziehung und hält Menschen oft lange in einem Kreislauf von Ohnmacht, Schuld und innerer Spannung fest.
Ich beziehe Ratsuchende aktiv ein. Im Mittelpunkt stehen die aktuelle Situation, persönliche Erfahrungen und Überzeugungen, die zu eskalierenden Dynamiken beitragen können, ebenso wie die individuellen Ressourcen, die einen gewaltfreien Umgang ermöglichen und langfristige Veränderung unterstützen.
Prävention ist keine Methode, sondern die Folge von Veränderung.
Gewaltberatung nach dem Hamburger Modell (GHM)®
Sie möchten Gewalt beenden und Konflikte lösen, ich unterstütze Sie:
Die Begleitung orientiert sich an den bewährten Grundlagen des Hamburger Modells (GHM)® und wird durch weitere fachlich fundierte Ansätze ergänzt. Ziel ist es, Verantwortung zu übernehmen, Eskalationen konstruktiv zu bearbeiten und Gewalt zu beenden.
Ziele der Begleitung:
√ Gewalt verändern und Vertrauen wieder möglich machen
√ Eskalationen regulieren und Deeskalationsstrategien entwickeln
√ Schutz für Betroffene sicherstellen
Ich begleite Sie beim Verlassen der Gewaltspirale.
Themen in der Einzelbegleitung
Die Begleitung kann unter anderem folgende Themen umfassen:
- Festgefahrene Konflikte und Eskalationen in Partnerschaft oder Familie
- Umgang mit Wut, Aggression, Eifersucht und innerer Spannung
- Gewalt in Beziehungen (körperlich, psychisch, emotional)
- Kontrolle, Macht und Grenzverletzungen
- Schuldgefühle, Scham und Ohnmacht
- Trennungssituationen und belastende Nachwirkungen
Trennungen und Kontaktabbrüche gehören zu den konfliktreichsten Phasen und können Eskalationen verstärken – insbesondere wenn Kontrolle, Eifersucht oder Ohnmacht eine Rolle spielen.
Die Inhalte werden individuell und situationsbezogen erarbeitet.
Der erste Schritt
Ein erster Kontakt kann entlastend sein.
Der Rahmen ist klar – lange Erklärungen sind nicht nötig.
In einem persönlichen Gespräch klären wir gemeinsam, wie eine
Begleitung aussehen kann und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

Ort & Rahmen
Der Beratungsraum befindet sich in Basel.
Gespräche finden in einem geschützten und vertraulichen Rahmen statt.
Nach der Terminvereinbarung teile ich Ihnen gerne den genauen Ort mit.
Kontakt
Gerne können Sie sich telefonisch oder per E-Mail melden, um einen Termin zu vereinbaren oder offene Fragen zu klären.
Urs Rohrbach
Institut Gewaltberatung® Prävention
Weitere Informationen
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